Das sind wir

Wir sind die Initiative „Lützerath Lebt“ und sind mittlerweile seit circa einem Jahr in Lützerath aktiv. Unser Protest vor Ort entstand als RWE im Juni 2020 die Landstraße (L277) zwischen Lützerath und Keyenberg abgerissen hat. Spontan versammelten sich Protestierende und meldeten die Mahnwache Lützerath an, welche seitdem eine Anlaufstelle und Begegnungsort in der Region darstellt.

Als RWE im Oktober 2020 – entgegen eigener Aussagen – Rodungsarbeiten in und um Lützerath begann und auch als im Januar 2021 weitere Häuser abgerissen wurden, waren viele Menschen vor Ort um gegen die Zerstörung aktiv zu werden.

Bei „Lützerath Lebt“ treffen Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, Motivationen und Erwartungen aufeinander. Einige Menschen sind längerfristig vor Ort, andere kommen am Wochenende vorbei oder unterstützen aus der Ferne. Manche engagieren sich seit Jahren politisch, andere stoßen hier neu dazu.

Wir sind vielfältig. Was uns eint ist das Bestreben den Tagebau endgültig zu stoppen.

Wir sind hier um die Zerstörung die RWE anrichtet sichtbar zu machen. Wir sorgen dafür, dass RWE nicht weiter unbemerkt zerstören und Fakten schaffen kann. In Lützerath wird kein Haus mehr abgerissen und kein Baum gefällt ohne dass es die Öffentlichkeit mitbekommt. Wir werden uns – wenn nötig – den „Arbeiten“ in den Weg stellen und dafür sorgen, dass Lützerath lebenswert bleibt. Wir treten ein für eine gerechte Gesellschaft – hier und überall.

Für uns ist jedes weitere abgerissene Haus und jeder gefällte Baum ein weiterer Schritt für RWE um an die Kohle zu kommen, die unter Lützerath liegt. Die Braunkohle muss im Boden- und Lützerath bleiben! Denn schon jetzt – bei 1,2° durchschnittlicher Erderwärmung – sind die extremen Auswirkungen der Klimakatastrophe zu beobachten.

Im letzten Jahr kam es im Amazonas, Kalifornien, Australien, Argentinien und Sibirien zu katastrophalen Waldbränden. Menschen müssen fliehen und sind dabei widrigsten Umständen ausgesetzt. Sie verlieren ihre Existenzgrundlage oder sterben bereits heute aufgrund der Folgen der Klimakatastrophe. Und dafür sind wir maßgeblich mitverantwortlich!

Zusätzlich kann die vereinbarte und völkerrechtlich bindende Grenze von 1,5 Grad nicht eingehalten werden, wenn Lützeraths und die Kohle abgebaggert werden. Der bisherige Kurs von Regierungen und Wirtschaft steuert auf eine deutliche Überschreitung dieser Grenze hin. Um ihre Versprechen einzuhalten, sind 100 Mio. Tonnen Kohleverbrennung schon zu viel. So legt es das „Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung“ in seinem neuesten Gutachten (2021) dar. RWE plant noch 650 Mio Tonnen zu verbrennen, das ist mehr als sechs mal soviel. Wenn diese Pläne umgesetzt werden, würden viele Millionen Menschen sterben, Ökosysteme würden kollabieren.

„Wenn du am Rande des Abgrunds stehts, musst du sichergehen dass der nächste Schritt in die richtige Richtung ist.“ (António Guterres, 2021)

Wir müssen also handeln. JETZT

+++ Extra-Tipp: LütziTours Dorfführungen +++

Du bist Lehrer*in und möchtest einen Schultag mal etwas anders gestalten?

Du bist Teil einer Gruppe, die sich für den Ort und die soziale Bewegung hier interessiert?

Dann ist das genau das richtige für dich:

    Was wir bieten:
  • individuelle Führungen durch das Dorf
  • Frage & Antwort Sessions
  • Einblick in das Dorfleben
  • Fakten rund um RWE und den Kohleabbau
  • u.U. auch auf Englisch
    Was wir uns dafür wünschen:
  • ehrliches ggf. auch kritisches Interesse der Teilnehmenden
  • rücksichtsvoller und respektvoller Umgang mit den Tourguides, Dorfbewohner*innen und Anlagen vor Ort
  • leider muss während der Tour von Fotos abgesehen werden, ausreichend Material findet ihr im Infopunkt und auf unserer Webseite

Interesse? – dann schreibt uns einfach eine Mail an kontakt@luetzerathlebt.info und wir klären alles Weitere. Bitte schreibt nicht mehr an mehrere Adressen gleichzeitig und habt etwas Geduld, wenn es mit der Beantwortung mal länger dauert.